{"id":10964,"date":"2023-10-09T22:00:57","date_gmt":"2023-10-09T20:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/radreise.dosiek.de\/?p=10964"},"modified":"2023-10-10T08:39:02","modified_gmt":"2023-10-10T06:39:02","slug":"2023-10-09-tag-465-1a-3m-8dteilstrecke-663-kmgesamtstrecke-5-7366-km","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radreise.dosiek.de\/?p=10964","title":{"rendered":"2023\/10\/09,&nbsp;Tag&nbsp;465 (1a 3m 8d),<br \/>Teilstrecke: 66,3&nbsp;km,<br \/>Gesamtstrecke: 5.736,6&nbsp;km"},"content":{"rendered":"<p>Unserem Vermieter in Kota Bharu hatten wir angeboten, wegen unseres fr\u00fchen Aufbruchs den Schl\u00fcssel und den Token auf dem Tisch im Zimmer zu hinterlassen, wenn wir auschecken. Er bestand jedoch darauf, uns pers\u00f6nlich zu verabschieden. Gut vorbereitet und die am Vorabend gepackten R\u00e4der in unserem Zimmer, riefen wir ihn gegen 6:45 Uhr an, um ihn das Apartment abnehmen zu lassen. M\u00f6glicherweise war es ihm dann doch zu fr\u00fch, denn er meinte, wir sollten die Sachen beim Pf\u00f6rtner abgeben.<\/p>\n<p>Der morgendliche Berufsverkehr hatte bereits eingesetzt. Dennoch konnten wir die Stadt z\u00fcgig verlassen. Das Radfahren hatten wir w\u00e4hrend der gut sechs Wochen in Kota Bharu nicht verlernt. Etwas wehm\u00fctig, dieses freundliche und erst auf den zweiten Blick seine Vorz\u00fcge offenbarende Land zu verlassen, genehmigten wir uns einen letzten <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Teh_tarik\" rel=\"nobox noopener noreferrer\"><span class=\"mySpanLinkInText\">Teh Tarik<\/span><\/a> auf malaysischem Boden. Nach gut 25 km erreichten wir den Grenzfluss. Zu unserer Erleichterung erfuhren wir von anderen Wartenden, dass die F\u00e4hre in Betrieb sei. Andernfalls h\u00e4tten wir wieder ein kleines Boot f\u00fcr die \u00dcberfahrt organisieren m\u00fcssen oder einen langen Umweg \u00fcber die flussaufw\u00e4rts gelegene Br\u00fccke nehmen m\u00fcssen. Die Ausreiseformalit\u00e4ten waren schnell erledigt. Etwas l\u00e4nger warteten wir auf der F\u00e4hre bis zum Ablegen. Entweder war das einem uns unbekannten Fahrplan geschuldet oder man wollte erst ablegen, als die F\u00e4hre mit einem achten Auto voll belegt war. Nach der kurzen \u00dcberfahrt erreichten wir die thail\u00e4ndische Immigration, die in einem angesichts des \u00fcberschaubaren Grenzverkehrs an dieser \u00dcbergangsstelle stattliches Geb\u00e4ude residiert. Obwohl wir die Visa bereits in Malaysia erhalten hatten, waren zun\u00e4chst die Einreisekarten auszuf\u00fcllen. W\u00e4hrend Dagmar vor dem Geb\u00e4ude auf die Fahrr\u00e4der und das Gep\u00e4ck aufpasste, dauerte es relativ lange, bis Diez den Einreisestempel erhielt. Vermutlich musste man sich &#8211; gewohnt an Visa-on-Arrival &#8211; erst mit den Besonderheiten unseres Visumtyps vertraut machen. Diez riet Dagmar zu dem Schalter, dessen Beamter sich soeben mit dem m\u00f6glicherweise f\u00fcr ihn zun\u00e4chst ungewohnten Visumtyp vertraut gemacht hatte in der Hoffnung, dass sie dann z\u00fcgiger abgefertigt w\u00fcrde. Tats\u00e4chlich dauerte es nicht lange und Dagmar hatte den Einreisestempel. Der Grund war jedoch weniger eine steile Lernkurve beim Beamten als vielmehr sein Versagen zu erkennen, dass Dagmar ebenso wie ihr kurz vorher abgefertigter Mann das Visum f\u00fcr 90 Tage erhalten hatte. Gl\u00fccklicherweise kontrollieren wir die Stempel umgehend. Dagmar h\u00e4tte laut ihres Einreisestempels bereits nach 30 Tagen das Land wieder verlassen m\u00fcssen. Nicht vorstellbar, wenn wir erst bei der Ausreise festgestellt h\u00e4tten, dass Dagmar die ihr gem\u00e4\u00df fehlerhaftem Stempelaufdruck zugestandene Aufenthaltszeit deutlich \u00fcberzogen h\u00e4tte. Ob wir uns dann noch auf einen Fehler des Beamten in Tak Bai h\u00e4tten berufen k\u00f6nnen, ist unwahrscheinlich. Folge h\u00e4tten neben erheblichen Kosten f\u00fcr ein Overstay auch Schwierigkeiten bei der Visumerteilung f\u00fcr andere L\u00e4nder sein k\u00f6nnen, die meist abfragen, ob es in anderen L\u00e4ndern jemals Schwierigkeiten mit der Immigration gegeben hatte. So jedoch kehrte Dagmar, nachdem der Fehler bemerkt war, zum Schalterbeamten zur\u00fcck, der sich zun\u00e4chst noch herauszureden versuchte, Dagmar habe auf der Einreisekarte die Visumnummer nicht angegeben. Das konnte sie jedoch widerlegen und schlie\u00dflich entschuldigte sich der Beamte, was in Asien \u00e4u\u00dferst ungew\u00f6hnlich ist, und korrigierte seinen Fehler. Nicht nur unser Visumtyp scheint ungew\u00f6hnlich zu sein, sondern auch unsere Fortbewegungsart. Die Grenzanlage wollten wir \u00fcber die f\u00fcr Autos und Motorr\u00e4der vorgesehene Ausfahrt mit der Zollkontrolle verlassen. Dort dauerte es, bis wir die Herren davon \u00fcberzeugt hatten, dass wir bereits unseren Einreisestempel erhalten hatten und uns mit unseren schwer bepackten R\u00e4dern nicht durch die Gasse f\u00fcr die Fu\u00dfg\u00e4nger zw\u00e4ngen konnten. Nachdem wir ihnen von unserer Reise berichtet hatten, zeigte man sich so beeindruckt, dass man uns zwei Wasserflaschen schenken wollte.<\/p>\n<p>Nach der Grenze war ein Geldautomat schnell gefunden. Mit thail\u00e4ndischen <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baht\" rel=\"nobox noopener noreferrer\"><span class=\"mySpanLinkInText\">Baht<\/span><\/a> versorgt, dauerte die Beschaffung und Freischaltung einer SIM-Karte keine zehn Minuten. Dennoch verbrachten wir gut zwei Stunden an der Grenze. Es folgte eine recht langweilige Fahrt auf einer gut ausgebauten vierspurigen Stra\u00dfe durch ein flaches Gebiet mit sandigem Boden. Gegen Mittag kehrten wir an einem kleinen Imbiss ein. Er bot ein besser gew\u00fcrztes Essen als vergleichbare St\u00e4nde in Malaysia. Schnell kamen wir mit einem englisch sprechenden Gast ins Gespr\u00e4ch, der die Informationen wohl f\u00fcr so interessant hielt, dass er sie gleich f\u00fcr die Wirtin und die anderen G\u00e4ste \u00fcbersetzte. Zum Kaffee wurden uns unaufgefordert k\u00f6stliche <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lansibaum\" rel=\"nobox noopener noreferrer\"><span class=\"mySpanLinkInText\">Longkong<\/span><\/a> gereicht.<\/p>\n<p>Was wir uns nicht klargemacht hatten, ist, dass Malaysia sich wegen seines auf Borneo liegenden Teils weit nach Osten erstreckt. Wir wunderten uns stattdessen, dass die Uhr in Thailand wieder eine Stunde zur\u00fcckgestellt werden musste, obwohl wir uns lediglich in S\u00fcd-Nord-Richtung bewegt hatten. Erst der Blick auf die Karte verdeutlicht, dass das ganz Malaysia umfassende Gebiet tats\u00e4chlich einer \u00f6stlicheren Zeitzone zugeordnet werden muss als Thailand.<\/p>\n<p>In <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Narathiwat\" rel=\"nobox noopener noreferrer\"><span class=\"mySpanLinkInText\">Narathiwat<\/span><\/a> wollen wir nicht lange bleiben, dazu locken sch\u00f6nere St\u00e4dte und Str\u00e4nde weiter n\u00f6rdlich. Noch sieht man hier viele Frauen mit Kopft\u00fcchern und es gibt noch zahlreiche Moscheen und Gebetsr\u00e4ume. Wir hatten bereits berichtet, dass Malaysia mit Ausnahme Singapurs im s\u00fcdostasiatischen Vergleich teuer ist. Das Preisniveau von L\u00e4ndern wird h\u00e4ufig auf der Basis des Preises f\u00fcr einen Hamburger verglichen. Der Preis f\u00fcr westlichen Fastfood interessiert uns jedoch weniger, Diez vergleicht lieber anhand des Preises f\u00fcr die Luxusfrucht Durian. Legt man diesen zugrunde, erweist sich Thailand gegen\u00fcber Malaysia als deutlich g\u00fcnstiger: Von einem ambulanten H\u00e4ndler konnte er ein wohlschmeckendes Exemplar f\u00fcr gegen\u00fcber Malaysia konkurrenzlos g\u00fcnstigen 2,60&nbsp;\u20ac erwerben. Was sich gegen\u00fcber Malaysia nicht ge\u00e4ndert hat, ist das Durianverbot in den Hotels. Leider fehlt noch immer eine entsprechende Auswahloption auf z. B. booking.com, mit der sich die Auswahl der Hotels auf weniger diskriminierende Etablissements einschr\u00e4nken l\u00e4sst.<\/p>\n<div class=\"leaflet-map WPLeafletMap\" style=\"height:500px; width:100%;\"><\/div><script>\nwindow.WPLeafletMapPlugin = window.WPLeafletMapPlugin || [];\nwindow.WPLeafletMapPlugin.push(function WPLeafletMapShortcode() {\/*<script>*\/\nvar baseUrl = atob('aHR0cHM6Ly97c30udGlsZS5vcGVuc3RyZWV0bWFwLm9yZy97en0ve3h9L3t5fS5wbmc=');\nvar base = (!baseUrl && window.MQ) ?\n    window.MQ.mapLayer() : L.tileLayer(baseUrl,\n        L.Util.extend({}, {\n            detectRetina: 0,\n        },\n        {\"subdomains\":\"abc\",\"noWrap\":false,\"maxZoom\":20}        )\n    );\n    var options = L.Util.extend({}, {\n        layers: [base],\n        attributionControl: false\n    },\n    {\"zoomControl\":false,\"scrollWheelZoom\":true,\"doubleClickZoom\":false,\"fitBounds\":true,\"minZoom\":0,\"maxZoom\":20,\"maxBounds\":null,\"attribution\":\"<a 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href=\"wp-content\\uploads\\images\\2023\\202310\\20231009_074750.jpg\" class=\"cFlexAInCaption\" rel=\"lightbox noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"cFlexImg\" src=\"wp-content\\uploads\\images\\2023\\202310\\Thumbs\\20231009_074750.jpg\" alt=\"Solche gro\u00dfen Moscheen werden wir in Thailand wohl seltener sehen\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<p class=\"cFlexCaptiontext\">Solche gro\u00dfen Moscheen werden wir in Thailand wohl seltener sehen&nbsp;&nbsp;<a class=\"cFlexAInCaption\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/search\/6.133268,102.173323\/@6.133268,102.173323,13z\" rel=\"nobox noopener noreferrer\"><span class=\"tooltip\"><span class=\"myWo\">Wo?<\/span><span class=\"tooltiptext\">Nach Rechtsklick<br>au\u00dferhalb \u00f6ffnen<\/span><\/span><\/a><\/p>\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"cFlexColumnProImgAndCaption\">\n\t\t\t<div class=\"cFlexDivProImg\">\n\t\t\t\t<a target=\"_blank\" href=\"wp-content\\uploads\\images\\2023\\202310\\20231009_082024.jpg\" class=\"cFlexAInCaption\" rel=\"lightbox noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"cFlexImg\" src=\"wp-content\\uploads\\images\\2023\\202310\\Thumbs\\20231009_082024.jpg\" alt=\"Je n\u00e4her wir Thailand kommen, desto gr\u00f6\u00dfer werden die buddhistischen Tempel\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<p class=\"cFlexCaptiontext\">Je n\u00e4her wir Thailand kommen, desto gr\u00f6\u00dfer werden die buddhistischen Tempel&nbsp;&nbsp;<a class=\"cFlexAInCaption\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/search\/6.185161,102.108691\/@6.185161,102.108691,13z\" rel=\"nobox noopener noreferrer\"><span class=\"tooltip\"><span class=\"myWo\">Wo?<\/span><span class=\"tooltiptext\">Nach Rechtsklick<br>au\u00dferhalb \u00f6ffnen<\/span><\/span><\/a><\/p>\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"cFlexColumnProImgAndCaption\">\n\t\t\t<div class=\"cFlexDivProImg\">\n\t\t\t\t<a target=\"_blank\" href=\"wp-content\\uploads\\images\\2023\\202310\\20231009_091442.jpg\" class=\"cFlexAInCaption\" rel=\"lightbox noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"cFlexImg\" src=\"wp-content\\uploads\\images\\2023\\202310\\Thumbs\\20231009_091442.jpg\" alt=\"Malaysischen Boden haben wir bereits verlassen\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<p class=\"cFlexCaptiontext\">Malaysischen Boden haben wir bereits verlassen&nbsp;&nbsp;<a class=\"cFlexAInCaption\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/search\/6.232793,102.089808\/@6.232793,102.089808,13z\" rel=\"nobox noopener noreferrer\"><span class=\"tooltip\"><span class=\"myWo\">Wo?<\/span><span class=\"tooltiptext\">Nach Rechtsklick<br>au\u00dferhalb \u00f6ffnen<\/span><\/span><\/a><\/p>\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"cFlexColumnProImgAndCaption\">\n\t\t\t<div class=\"cFlexDivProImg\">\n\t\t\t\t<a target=\"_blank\" href=\"wp-content\\uploads\\images\\2023\\202310\\20231009_094342.jpg\" class=\"cFlexAInCaption\" 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noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"cFlexImg\" src=\"wp-content\\uploads\\images\\2023\\202310\\Thumbs\\20231009_121753.jpg\" alt=\"Wir werden noch herausfinden, was diese Figuren, die wir bisher insbesondere im Norden von Thailand gesehen hatten, zu bedeuten haben\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<p class=\"cFlexCaptiontext\">Wir werden noch herausfinden, was diese Figuren, die wir bisher insbesondere im Norden von Thailand gesehen hatten, zu bedeuten haben<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<br \/>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unserem Vermieter in Kota Bharu hatten wir angeboten, wegen unseres fr\u00fchen Aufbruchs den Schl\u00fcssel und den Token auf dem Tisch im Zimmer zu hinterlassen, wenn wir auschecken. 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